Heimatjournal vom 26.02.2005
Musik im Handumdrehen: der Leierkastenmann
1977 gründete Axel Stüber seine Manufaktur, in der
er Drehorgeln baut und alte Leierkästen restauriert. Und
er "leiert" auch noch selbst.
Dutzende Drehorgeln hat Axel Stüber zu Hause.
Musikbegeistert war er schon immer. Inzwischen gibt er
sogar selbst den Ton an. Die Leierkästen, die er mit
seinen vier Mitarbeitern in Altbiesdorf baut, sind
Handarbeit und Eigenkreation. Rund 50 Stück werden
jährlich produziert.
Georgelt wird im Hause Stüber, seit er denken kann:
Der Vater war Pfarrer. Von Kirchenmusik angetan, war der
Schritt zum Orgelbau nicht mehr weit.
Seit dem 17. Jahrhundert verdienten Leierkästenmänner
ihr Geld im "Handumdrehen". Besonders beliebt waren die
Drehorgeln in Berlin, und so wurde Berlin auch zur
Hochburg der Drehorgelbaukunst.
Rund 230 Lieder hat Axel Stüber "auf der Rolle",
sogar "Brüder zur Sonne zur Freiheit" ist dabei.
Exportiert wird bis nach Japan. Dort allerdings möchte
man vermeintlich typisch deutsche Musik im Kasten haben,
zum Beispiel den Schuhplattler.
Beitrag von Theresa Majerowitsch
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